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   Kurztripp nach Berlin

30.04.06
Berlin, Deutschland

Und nun war ich in Berlin. Es ist nicht so, dass ich noch nicht hier war, aber ich habe noch nie Berlin aus der Perspektive gesehen, die sich mir jetzt anbot. Wenn man geschäftlich unterwegs ist, hat man keine Zeit um sich umzusehen. All die schönen Dinger, die Berlin einem Besucher zeigt, gehen an dir vorbei.
Jetzt hatte ich endlich die Zeit. Meine Bekannte, bei der ich gewohnt habe, besitzt eine sehr schöne große Wohnung aus der letzten partei-funktionerischer Zeit der DDR. Die Wohnung liegt direkt zwischen Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz. Zentraler geht es kaum, und das bat mir sehr schöne Möglichkeit Berlins Zentrum zu Fuß zu erkunden.
Unter den Linden, Potsdamer Platz, Sony-Center, DaymlerChrysler-Building, Französische Straße, Friedrichstraße, Gendarmen Markt – all diese prachtvollen Namen sind in meinen Augen ihrem Ruf gerecht geworden. Stillvolle Architektur einer Metropole, die die Weltgeschichte aufleben lässt beeindruckt einen schon stark. Was ich ansonsten nur aus den Geschichts- oder Kulturbücher gekannt habe, konnte ich jetzt begehen, anfassen und selbst fotografieren.
Ich besuchte die Ausstellung über die Zeit zwischen 1933 bis Nürnberger Prozesse, die sich an einem Stück Berliner Mauer neben dem Martin-Gropius-Bau befindet. Die historischen Fakten kannte ich bereits, aber die kleinen Striche, die in der Ausstellung gezeigt wurden, habe ich nicht gekannt. Interessant.
„Balzac Cafe“ am Potsdamer Platz ist der einzige Ort, wo ich Kaffee trinke. White Chocolat Mocca ist ein Traum, das Beste, was einem passionierten Tee-Trinker wie mir passieren kann. Nach den etlichen Bechern-To-Go, habe ich mich entschlossen, abends Essen zu gehen. Ich ging der Jägerstrasse entlang und entdeckte neben einem Herren-Ausstatter ein Restaurant, der sich als absoluter Geheimtipp erwies. Abend bescherte uns das Restaurant „Gay“ einen kulinarischen Höhepunkt. Das Essen was köstlich, Dessert war unbeschreiblich und die Weinkarte war dick, wie ein Telefonbuch. Gelungener Abend in einer sehr schönen Atmosphäre.
Am nächsten Tag ging ich einkaufen. Berlin bittet da ungeahnte Möglichkeiten, deren Beschreibung viel zu lange Zeit in Anspruch nehmen wird. Lieber lasse ich das.
Nach 4 Tagen habe ich verstanden, dass diese Stadt mit ihren Menschen und ihre ganz eigener Mentalität in kein Klischee passt und man es lieben kann.
Berlin, ich komme wieder!


Autor: Slava






Potsdamer Platz




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